Ein Stopp-Schild an der Straße fordert auf, anzuhalten und wahrzunehmen, wer von rechts oder links kommt. Dieses Anhalten schützt vor der Gefahr eines Zusammenstoßes. „Halt“ ist das Jahresthema der Hillerschen Villa 2012. „Halt“ mit all seinen Facetten: Innehalten, Zusammenhalten, Halt geben … Es wird sich wie ein roter Faden durch die Wochen und Monate ziehen. In dem Film „Habemus Papam“ hält der soeben gewählte Papst mitten im vorgegebenen Procedere inne und fragt sich, ob er der Aufgabe wirklich gewachsen ist. Der Gesangs-Workshop „Ich mach ein Lied aus Stille“ lädt mit Liedern, die das Herz berühren und die Seele aufatmen lassen, dazu ein, innezuhalten und anzukommen. „Halt“ kann auch heißen, im Terminkalender einen freien Platz zu lassen für das, was das Leben einem schenken will. Es kann auch bedeuten, im Streitgespräch innezuhalten, durchzuatmen und das Gegenüber wirklich wahrzunehmen.
Welches sind die Zeichen, die uns im Alltag auffordern, anzuhalten?
Und vor welcher Gefahr schützt uns dieses Anhalten?
Ist das, was wir entdecken, wenn wir innehalten um wahrzunehmen, was rechts und links von uns, was in uns ist, gleichzeitig das, was uns im Innersten Halt gibt?